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Der Wortschatzsammler – Aufbauseminar

Schwerpunkte: Diagnostik und Befundung, Kindersprache, Late Talker, Sprachentwicklungsstörung (SES), Sprachentwicklungsverzögerung (SEV), Spracherwerb, Therapiemethoden, Zweisprachigkeit und Mehrsprachigkeit

Zeitraum

am 14. April 2018,
9.00 Uhr bis 17.00 Uhr

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Gebühr

150 €

Ort

in München

Für diese Fortbildung gibt es 9 Punkte.

Dozent

Dana-Kristin Marks

Leitung

Maja Ullrich

Beschreibung

Lehrmethoden

Die teilnehmerbegrenzte Veranstaltung trägt Workshopcharakter mit hohem Praxisanteil. Neben den Impulsen durch die Referentin steht die Eigenerfahrung der TeilnehmerInnen durch Übungen und Kleingruppenarbeit, durch die Analyse von Videosequenzen und Fachdiskussionen im Mittelpunkt.

Seminarinhalte

Die Erweiterung des Wortschatzes ein- und mehrsprachiger Kinder mit einer lexikalischen Störung ist sprachtherapeutisch betrachtet eine never-ending-story. In Bezug auf mehrsprachige Kinder stellt sich insbesondere die Frage nach der Notwendigkeit einer Therapie in beiden bzw. allen Sprachen des Kindes, was für die meisten Therapeuten nicht umsetzbar ist.

Prof. Motsch hat mit dem „Wortschatzsammler“ eine neue Strategietherapie entwickelt, welche lexikalisches Lernen spracherwerbsgestörter Kinder (ab dem 4. Lebensjahr) durch therapeutische Verstärkung von Umwelterkundungsverhalten, Vermittlung von Frage-, Speicher- und Abrufstrategien sowie Kategorisierung eingespeicherter Lexeme deblockieren will. Die Kinder lernen in der Therapie, wie sie lexikalische Lücken erkennen und eigenaktiv auch außerhalb des Therapiesettings füllen können. Derartige Therapiekonzepte, die auf sprachübergreifende Erwerbsaspekte und die Vermittlung aktiver universeller Sprachlernstrategien zielen, werden in der Literatur gerade für mehrsprachige Kinder favorisiert, da Transfereffekte auf die nicht behandelte Sprache hier für möglich gehalten werden. Der Vorteil eines strategieorientierten Vorgehens in der Therapie lexikalischer Störungen ein- und mehrsprachiger Kinder bestätigte sich in mehreren Studien.

Mit dem Besuch der Fortbildung werden den TeilnehmerInnen Essentials zum Erscheinungsbild und zur Diagnostik lexikalischer Störungen bei ein- und mehrsprachigen Kindern sowie Grundlagen der neuen Therapiemethode durch Videosequenzen und Rollenspiele in Kleingruppen vermittelt. Daran anschließend versucht die Fortbildung durch ihren hohen Praxisanteil, Sicherheit in der Umsetzung des Therapiekonzepts für die Altersgruppe der Vorschulkinder und Schulanfänger (4. Jahre bis 2. Klasse) zu vermitteln. Um den potentiellen Nutzen für mehrsprachige Kinder herauszuarbeiten, werden zudem Möglichkeiten zur spezifischen Gestaltung von Transferbausteinen in der Arbeit mit mehrsprachigen Kindern aufgezeigt, in denen den Kindern die Möglichkeit geboten wird, die erlernten Strategien auch auf ihre zweite Sprache anzuwenden.

Ziele des Aufbauseminars: Die Teilnehmer/innen kennen die Besonderheiten lexikalischer Störungen und deren Erfassung bei ein- und mehrsprachigen Kindern im Schulalter. Aufbauend auf den Kenntnissen über die Grundprinzipien der Wortschatzsammler-Therapie (Basisseminar) beherrschen sie die konkrete Umsetzung des Therapiekonzepts bei ein- und mehrsprachigen Grundschulkindern (ab der 2./3. Klasse).

Zielgruppe: LogopädInnen, SprachtherapeutInnen, SonderpädagogInnen

Weitere Hinweise/Anmerkungen:

  • Das „Buch zum Kurs“: Motsch, H.J., Marks, D.-K., Ulrich, T. (i.V.): Der Wortschatzsammler – Evidenzbasierte Strategietherapie lexikalischer Störungen im Kindesalter. 3. überarb. Aufl. München: Reinhardt. Erscheinungstermin: 2017. (kann vor Ort käuflich erworben werden)

Literatur:

Marks, D.-K. (2017): Effektivität lexikalischer Strategietherapie im Grundschulalter unter besonderer Berücksichtigung mehrsprachig aufwachsender Kinder Adaption des „Wortschatzsammler“-Konzepts und Evaluation im Rahmen einer randomisierten und kontrollierten Interventionsstudie. Universität zu Köln: eingereichte Dissertation.

Marks, D.-K. (2015): Wortschatzsammler im Schulalter – Kasuistische Illustrationen. Logos 23 (4), 280-289.

Motsch, H.-J., & Marks, D.-K. (2016): Crosslinguistische Transfereffekte lexikalischer Strategietherapie im Deutschen (L2) auf das Türkische (L1). In: Sprache-Stimme-Gehör (4), 196-201.

Motsch, H.-J., & Marks, D.-K. (2015a). Efficacy of the Lexicon Pirate strategy therapy for improving lexical learning in school-age children: A randomized controlled trial. Child Language Teaching and Therapy, 31, 237-255.

Motsch, H.-J., & Marks, D.-K. (2015b). Wortschatzsammler – Effektivität lexikalischer Strategietherapie bei mehrsprachigen SchülerInnen. Logos 23 (4), 256-268.

Motsch, H.-J., Marks, D.-K. (2013): Effektivität lexikalischer Strategietherapie im Schulalter . RCT mit ein-und mehrsprachigen Kindern. In: Vierteljahresschrift für Heilpädagogik u.i.N. (VHN) 2, 160-161.

Veranstalter

Fortbildungsinstitut für Sprachtherapie Lo))gotrain
Leostraße 18
50823 Köln
0221-514165

Veranstaltungsort

Jugendherberge München-Park
Miesingstr. 4
81379 München
Deutschland

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