Diagnose und Therapie leichter und ausgepägter aphasischer Störungen

Schwerpunkte: Aphasie

Zeitraum

vom 14. Juni 2019,
9:00 Uhr

bis 15. Juni 2019,
17:00 Uhr

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Gebühr

250 €

Ort

in Potsdam

Für diese Fortbildung gibt es 18 Punkte.

Dozent

Holger Grötzbach

Leitung

Ulrike Krüger

Beschreibung

Leichte aphasische Störungen stellen therapeutisch zwei Herausforderungen dar: Zum einen erwarten die Betroffenen, dass ihre Störungen schnell und effektiv beseitigt werden. Zum anderen spiegelt sich die Dramatik der sprachlichen Symptome weniger in objektiven Befunden, als vielmehr in der subjektiven Wahrnehmung der Betroffenen wider. So wird nicht selten über Wortfindungsstörungen geklagt, die sich entweder gar nicht oder nur marginal nachweisen lassen.
Die Fortbildung hat das Ziel, beiden Herausforderungen zu begegnen. Dazu werden diagnostische und therapeutische Möglichkeiten vorgestellt, die auf der kontext-sensitiven Aphasietherapie beruhen. In ihr geht es vor allem darum, Aufgaben zu wählen, die sich an den Interessen der Betroffenen orientieren, und von Anfang an auf einen Transfer der geübten Leistungen in den Alltag zu achten. Dies wird insbesondere dadurch erreicht, dass Aufgaben als Ganzes trainiert werden, das repetiert wird, ohne zu wiederholen und dass die sprachliche Umstellungsfähigkeit in den Therapiefokus gerückt wird. Diese Prinzipien werden durch ein hohes sprachliches Anforderungsniveau ergänzt, das jeweils knapp über der Leistungsgrenze eines Betroffenen liegen sollte.

Ausgeprägte aphasische Störungen, wie z.B. recurring utterances, Sprachautomatismen oder eine Logorrhö, stellen besondere therapeutische Herausforderungen dar. Denn Betroffene, die unter diesen Symptomen leiden, können sich nur selten aktiv am therapeutischen Zielsetzungsprozess beteiligen. Außerdem gelingt es häufig nicht, einen stabilen (sprachlichen) Kontakt zu ihnen herzustellen. Letztlich sind die kognitiven Fähigkeiten in der Regel ebenfalls stark reduziert. Um dennoch sprachliche Fortschritte zu erreichen, ist Kreativität gefragt, indem unterschiedliche therapeutische Ansätze miteinander kombiniert werden.
Zu den therapeutischen Ansätzen, die in dem Seminar vorgestellt werden, gehören Methoden zur Hemmung automatisierter sprachlicher Elemente, der Aufbau eines konzeptuellen Wissens zur Förderung des Sprachverständnisses, der Einsatz von elektronischen Hilfsmitteln sowie gruppentherapeutische Angebote. Diese Ansätze werden partizipativ erarbeiteten Therapiezielen untergeordnet, bei denen die Teilhabe und die (sprachlichen) Aktivitäten im Vordergrund stehen.

Veranstalter

Gesellschaft von Freunden des Zentrums für angewandte Patholinguistik e.V.
Am Kanal 16-18
14467 Potsdam
0331/ 275 50 67

Veranstaltungsort

Gesellschaft von Freunden des Zentrums für angewandte Patholingusitik e.V.
Am Kanal 16-18
14467 Potsdam
Deutschland

Kontakt mit Gesellschaft von Freunden des Zentrums für angewandte Patholinguistik e.V.