Fortbildungspflicht

Rund um Fortbildungen für Logopäden, Sprachtherapeuten und klinische Linguisten tauchen immer wieder bestimmte Fragen auf. Wir von logoFobi.net haben die wichtigsten Antworten hier zusammen gestellt.

Fortbildungspunkte werden für die Teilnahmen an Fortbildungen, Workshops, Seminaren und Vorträge vergeben. Sie entsprechen der Anzahl der Unterrichtseinheiten (also 45 Minuten). Voraussetzung ist, dass durch die Veranstaltung Verbesserung der Qualität

  • bei der Behandlung,
  • der Behandlungsergebnisse und
  • der Versorgungsabläufe

erreicht werden können.

Für praxisinterne Fortbildungen und Seminare, Kurse zur Praxisorganisation und zu solchen Methoden und Therapiekonzepten, die ausdrücklich nicht in den Bereich der Logopädie fallen, werden keine Fortbildungspunkte gewährt. Das betrifft vor allem die Therapie bei LRS.

Für Praxisinhaber und fachliche Leitungen ergibt sich durch die Rahmenempfehlungen der gesetzlichen Krankenversicherung die Pflicht, in einem Zeitraum von vier Jahren 60 Fortbildungspunkte nachzuweisen.

Die Krankenkassen empfehlen, pro Jahr 15 Fortbildungspunkte zu sammeln. Betrachtet wird aber jeweils ein Zeitraum von vier Jahren.

Diese Zeitspanne beginnt mit dem Tag der Kassenzulassung bzw. dem Beginn der Tätigkeit als Logopädin/Logopäde.

Für bereits zugelassene Logopädinnen und Logopäden wurde zwar der Stichtag für den Beginn des ersten Betrachtungszeitraums auf den 1. Januar 2007 gesetzt, die Ersatzkassen haben aber Anfang 2014 mit den Berufsverbänden vereinbart, dass der 1. August 2009 als Stichtag gilt.

Ja!

Logopäden, Sprachtherapeuten und klinische Linguisten, die eine Zulassung für die GKV haben, unterliegen der sogenannten Fortbildungspflicht.

Angestellte Logopäden, die nicht gleichzeitig die fachliche Leitung einer Einrichtung oder Praxis sind, müssen sich nicht fortbilden. Sie müssen jedenfalls keine Fortbildungspunkte nachweisen.

Aber aus therapeutischer Sicht ist es absolut sinnvoll, regelmäßig an Fortbildungen, Kongressen und Tagungen teilzunehmen. Zum Einen, um auf dem Laufenden zu bleiben und zum Anderen um die eigenen Therapiemethoden und -konzepte immer wieder mit anderen zu diskutieren und zu reflektieren.

Nur so kann man für sich selbst die Sicherheit erlangen, effektive und qualitative Therapien zu leisten.

Es gibt in Deutschland, Österreich und der Schweiz viele Anbieter für Fortbildungen im Bereich der Logopädie und Sprachtherapie. Es gibt unter ihnen große Firmen aber auch kleine Fortbildungszentren.

Bei logoFobi.net versuchen wir, sie alle an einem zentralen Ort zu "versammeln".

Im Moment bieten folgende Anbieter ihre Fortbildungen auch bei uns an: unsere Anbieter von Fortbildungen.

ie Landesverbände der Krankenkassen sind nach den Rahmenempfehlungen zuständig für die Kontrolle der Einhaltung der Fortbildungsverpflichtung. Auf Antrag dieser müssen ihnen die Nachweise über die Fortbildungen vorgelegt werden.

Sollten Sie in einem solchen Prüfungsfall die geforderten Fortbildungspunkte nicht nachweisen können, wird man Ihnen eine Frist von zwölf Monaten einräumen, die fehlenden Fortbildungspunkte nachzuliefern.

In den Protokollnotizen zur Rahmenempfehlung geht es thematisch um die Sanktionen: Nichteinhaltung der Fortbildungsverpflichtung hat eine Kürzung der Rechnungsbeträge bei den Kassenabrechnungen um 7,5% zur Folge. Nach einem halben Jahr werden die Rechnungen um 15% gekürzt, solange bis man die fehlenden Fortbildungspunkte nachweisen kann.

Über die folgenden Links bekommst du weitere Informationen rund um die Fortbildungspflicht für Logopädinnen und Logopäden: