Dozent
Michael Schneider
Lehrlogopäde dbl, systemischer Supervisor
Zielgruppe
LogopädInnen und SprachtherapeutInnen
Zielsetzung
Die Einsatzmöglichkeiten zauberhaften Arbeitens in der logopädischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen werden in systematischer Form vorgestellt und Grundprinzipien der Anwendung gemeinsam erarbeitet.
Sie werden in diesem Workshop exemplarisch ein Set an Zauberkunststücken erlernen, die Sie ohne großen Material-aufwand und mit Hilfe von Alltagsgegenständen in Ihre Therapien einbringen können.
Inhalte und Methoden
Zaubern ist eine Form zwischenmenschlicher Kommunikation, die große und kleine Menschen schon immer fasziniert hat. Das Spiel mit Illusion und Magie, das So-tun-als-ob, einge-bunden in phantastische Geschichten, Zaubersprüche und rituelle Elemente, hat hohen Motivations- und Aufforderungs-charakter, dem sich kaum ein Kind entzieht.
Zaubern ist anspruchsvoll, denn es erfordert vielfältige Fähigkeiten wie sensomotorische Geschicklichkeit, Symbo-lisierungsfähigkeit, Konzentrationsfähigkeit, Merkfähigkeit, Kontaktfreudigkeit und nicht zuletzt auch sprachlich-kommunikative Fähigkeiten. Beim intensiven Training eines Zauberkunststücks können diese Fähigkeiten hochfrequent und gleichzeitig mit großer Motivation und lustbetont erarbeitet und gefestigt werden.
Nicht zuletzt stärkt die Präsentation vor einem staunenden Publikum (den Eltern, den Geschwistern, in einer Gruppen-therapie) das Selbstvertrauen in die eigenen sprachlich-kommunikativen Fähigkeiten. In Verbindung mit lösungs- und ressourcenorientierten Geschichten und Metaphern setzt das Zaubern darüber hinaus Lösungsprozesse für Beziehungs- und Selbsterlebenskonflikte in Gang.
Konkret vorgestellt werden
Einsatzmöglichkeiten des Zauberns in verschiedenen Phasen der logopädischen Therapie von der Kontaktaufnahme bis zur Festigung von erarbeiteten sprachlich-kommunikativen Fähigkeiten
Einsatzmöglichkeiten des Zauberns in verschiedenen logopädischen Bereichen wie der Sprachanbahnung, bei Sprachentwicklungsstörungen, Redeflussstörungen und Mutismus
methodische Hinweise zur Gestaltung von stundenüber-greifenden und aufeinander aufbauenden Einheiten zum Thema Zaubern anhand von praktischen Übungen, Fallbeispielen und Videosequenzen
kurze theoretische Einheiten zur Systematisierung der Einsatzmöglichkeiten und zu methodischen Grundprinzipien
- Zeitraum
- vom 09. März 2012, 14:00 Uhr
bis 10. März 2012, 18:00 Uhr - Dozent
- Michael Schneider, Lehrlogopäde dbl und systemischer Supervisor
- Leitung
- Anna Stern
- Gebühr
- 220 €
- Fortbildungspunkte
- Für diese Fortbildung gibt es 14 Punkte.
